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Wohnmobil Nr. 3 – Mercedes Benz Sprinter mit Kastenwagenausbau

Ja, irgendwann wurde es uns im SCAM doch zu heftig. Groß und Geländegängig war schon super, nur die Family war doch nicht so Off-Road affin.

Also gingen die Überlegungen zu einem minimal geländetauglichen Straßenflitzer mit viel Platz. Natürlich mit Wohnmobil-Ausbau. Meinen Toyo Pickup habe ich ja noch für die Allrad-Touren.

Also habe ich mir die Wunschliste zusammengestellt, was das nächste WoMo so alles haben soll. Wenn schon denn schon. Automatik Getriebe, ausreichend Power, Standheizung, großer Tank, Tempomat, zur Abwechslung mal in Silber und mit getönten Scheiben. Für die Kanus Dachträger und Anhängerkupplung.

Nachdem der SCAM neue Besitzer gefunden hatte, habe ich in Mobile.de geschaut und schon fündig geworden. Neun-Sitzer Sprinter 315 CDI mit fast allem was ich wollte. Den Rest hat der Händler noch angebaut.

Sprinter 315 CDI mit Kastenwagen-Ausbau

Nach den beiden WoMo Aufbauten aus GFK-Sandwich Material habe ich mich nun in die Kastenwagen-Abteilung begeben. Keine rechtwinklige Kiste, jetzt stehen Wölbungen und Radkästen meiner gewohnt rechteckigen Planung entgegen.

Damit unser flotter Sprinter nicht zur Schnecke wird und nach den Erfahrungen mit meinem SCAM habe ich hier besonderen Wert auf Leichtgewicht gelegt.

Hatte die Möbel für den SCAM bis dahin ein befreundeter Schreinerbetrieb gebaut, wollte ich das nun selbst in die Hand nehmen.Schreiner haben nicht unbedingt den Drang zur Leichtbauweise.

Mein Freund Stefan von der Holzhandlung Kuhmann und Dill in Karlsruhe bot mir schöne leichte Pappel Sperrholzplatten mit und ohne Beschichtung für den Ausbau an.  Damit konnte ich meine Schränke so leicht bauen, dass ich jeden einzelnen ohne Probleme alleine tragen kann. Ich schätze der kleinere mit zwei Schubladen-Reihen hat keine 20 Kg. Muss ich Mal wiegen 😉

Zuerst habe ich natürlich den ultimativen Stabilitätstest gemacht. Einen kleinen zu einer Seite offenen Kasten zusammen geleimt aus ein paar Resten, so ca. 23 x 25 x 22 cm. Also fast wie ein Fußball. Das habe ich dann auch mit dem Kasten gespielt und er hat bestens gehalten 😉

Die Schlafmöglichkeit auf den Schränken hatte sich im SCAM bewährt und so plante ich die Betten im Sprinter ebenso. Nur längs, mangels Fahrzeugbreite. Rechts und links vor den Fenstern ergaben sich kleine Fächer für Bücher bzw auf der anderen Seite für Matten und Solarpanel.

Die Spüle wurde im Schrank versenkt, so dass sie unter einer Klappe verschwindet. Gekocht wird sowieso meist draußen mit Campingkochern, die  man auch auf dem Schrank betreiben kann.

  • Schrank im Wohnmobil Kastenwagen-Selbstausbauen
    Schrank anpassen

Durch die angetriebene Hinterachse und eine relativ große Bauchfreiheit ist der Sprinter einigermaßen Schlechtwegetauglich. Wir haben damit sogar die Assietta Straße in Italien befahren.

Fazit – Was ich mit dem Sprinter-WoMo lernen durfte

Ein Kastenwagen-Ausbau war eine völlig neue Erfahrung für mich. Seit meinem ersten LandCruiser mit dem Heck-Zelt hatte ich Kofferaufbauten.

Da wir mit dem Sprinter nur von Frühling bis Herbst unterwegs waren, habe ich auf Wärmedämmung verzichtet. Die Innenverkleidung unserer PKW Version war völlig ausreichend, so dass ich keinen Bedarf für eine Änderung sah.

Ein Mal sind wir mit der Standheizung eingegangen; eine Zusatzbatterie, sowie die Standheizung war serienmäßig verbaut. Daher ging ich davon aus, dass die Standheizung damit arbeitete. Leider gefehlt. Die Zusatzbatterie ist ohne einen angeschlossenen Verbraucher. Die Standheizung bezog den Strom von der Starterbatterie. Dafür konnte ich mir selbst Starthilfe geben.

Meine Leichtbauweise mit den Euroboxen von der Firma UTZ hat sich bestens bewährt. Die Schubladen rasten beim Einschieben von selbst ein und sind so während der Fahrt automatisch fixiert. In den Schubladen kann die volle Höhe des Schrankes ausgenutzt werden ohne die Übersicht zu verlieren. Zum Packen kann jeder seine Box ins Haus nehmen und sein Gepäck einräumen.

Geht in einer Schublade ein Behälter auf oder kaputt, ist der Inhalt maximal in der einen Box verteilt, der Rest des Möbels wird nicht verschmutzt.

Der Platz zum Schlafen auf den Schränken ist ausreichend, bei der Planung ist lediglich auf ausreichend Kopffreiheit zu achten. Die morgendliche Aussicht ist genial, man kann die Augen öffnen und aus dem Fenster schauen. Durch die getönten Scheiben kann man von außen nicht hereinsehen, solange innen dunkel ist.

Reisen und Van-Life mit dem Sprinter Wohnmobil

  • Sprinter freies Campen Wohnmobil Kastenwagen-Selbstausbau
    freies Camp in den Südvogesen

Wohnmobil Nr. 4 Expeditionsmobil für die Weltreise zu zweit

Inzwischen sind die Kinder groß und meine Frau und ich planen eine Weltreise zu machen, wenn alle Kids flügge sind.

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